Zum 90. Geburtstag von Johannes Wasmuth

Am 11. August 2026 wäre Johannes Wasmuth 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass kamen Freunde, Weggefährten und Mitglieder der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft in der Michaelskapelle unterhalb der Godesburg zusammen, um gemeinsam an ihn und sein außergewöhnliches Wirken zu erinnern.

Nach der Begrüßung durch Susanne Gundelach für den Vorstand der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft und einer Ansprache des künstlerischen Leiters Torsten Schreiber erinnerten zahlreiche Weggefährten mit persönlichen Worten an Johannes Wasmuth: Manfred Geis, ehemaliges Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags und Mitglied der Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck, der Architekt und Künstler Eberhard Foest, der Bonner Journalist und Jazz-Pianist Erwin Ruckes, der Musikjournalist und Kulturakteur Gunter Duvenbeck sowie der norwegische Journalist Knut Grimsrud Reinholdt.

Auch Peter Hönisch, Autor des Buches Bahnhof Rolandseck – Das Lebenswerk des Johannes Wasmuth, würdigte Johannes Wasmuth und erinnerte an dessen außergewöhnliche Energie und seine Bedeutung für den Bahnhof Rolandseck als internationalen Ort der Kunst und Begegnung (Grussworte anbei). Jutta Mattern, die ihre berufliche Tätigkeit noch unter Johannes Wasmuth im Bahnhof Rolandseck begonnen hatte, berichtete ebenfalls aus persönlicher Verbundenheit mit seinem Wirken.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Annette Willer-Krebel an der Orgel und dem Cellisten Leonard Rees. Neben Werken von Johann Sebastian Bach und György Ligeti erklang später am Grab Johannes Wasmuths eine Sonate von Hindemith, gespielt von Leonard Rees. 

Im Anschluss führte der gemeinsame Weg zum Grab Johannes Wasmuths auf dem Burgfriedhof. Dort fand die Gedenkfeier mit Musik und gemeinsamem Erinnern ihren Abschluss.

Die Johannes-Wasmuth-Gesellschaft möchte sein kulturelles Erbe bewahren und in seinem Sinne weitertragen – als lebendige Einladung zu Kunst, Musik und Begegnung.

Rückblick auf das 21. Rolandseck-Festival

Vier Tage voller Kammermusik, Begegnungen und besonderer musikalischer Momente: Vom 28. bis 31. Mai 2026 fand das 21. Rolandseck-Festival in Bad Honnef und Bonn statt. Unter dem Motto „Heldinnen und Helden“ kamen international renommierte Künstlerinnen und Künstler, junge Musikerinnen und Musiker sowie ein begeistertes Publikum zusammen.

Bereits zum zehnten Mal lag die künstlerische Leitung in den Händen von Mihaela Martin. Das diesjährige Motto richtete den Blick auf Persönlichkeiten, die durch künstlerische Vision, Beharrlichkeit und Mut neue Wege gegangen sind. Im Zentrum standen dabei große Gestalten der Musikgeschichte ebenso wie Künstlerinnen und Künstler, deren Wirken bis heute inspiriert.

Einen glanzvollen Auftakt bildete das Eröffnungskonzert im Kursaal Bad Honnef mit Sir András Schiff und Mihaela Martin. Unter dem Titel „Carte blanche für Sir András Schiff“ führte der Pianist durch ein Programm mit Werken großer Meister und setzte damit gleich zu Beginn einen besonderen Akzent.

An den folgenden Festivaltagen entfaltete sich ein abwechslungsreiches Kammermusikprogramm mit Werken unter anderem von Clara Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, George Enescu, Mieczysław Weinberg, Astor Piazzolla und Erwin Schulhoff. Auf der Bühne standen neben Mihaela Martin zahlreiche international bekannte Musikerinnen und Musiker, darunter Elena Bashkirova, Denis Kozhukhin, Barnabás Kelemen, Nora Chastain, Thomas Carroll, Justus Grimm und Thorsten Johanns sowie das Schumann Quartett und das Moldo Duo. 

Eine besondere Rolle spielte auch in diesem Jahr die Begegnung unterschiedlicher Generationen und musikalischer Hintergründe. Gemeinsam mit den erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern wirkten Studierende der Barenboim-Said Akademie mit. Gerade dieses gemeinsame Musizieren junger Talente und etablierter Persönlichkeiten gehört zu den besonderen Qualitäten des Rolandseck-Festivals. 

Neben den Konzerten prägten vor allem die persönlichen Begegnungen die Atmosphäre der Festivaltage: Gespräche zwischen Publikum und Kunstschaffenden, gemeinsamer Austausch und das Wiedersehen mit langjährigen Freunden des Festivals machten Rolandseck erneut zu einem Ort, an dem Musik weit über den Konzertsaal hinaus verbindet.

Das Festival wäre ohne das große Engagement seiner Unterstützerinnen und Unterstützer nicht möglich. Unser herzlicher Dank gilt deshalb allen mitwirkenden Künstlerinnen und Künstlern, den Kooperationspartnern, Förderern und Sponsoren sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Screenshot

Wir danken unserem Publikum für vier wunderbare Festivaltage und freuen uns bereits auf das nächste Rolandseck-Festival.

Pressestimmen
→ WDR: Rolandseck-Festival beginnt mit Starbesetzung WDR-Beitrag ansehen
→ Rhein-Zeitung: Rolandseck-Festival widmet sich „Heldinnen und Helden“ Artikel der Rhein-Zeitung ansehen