7. Abonnementkonzert – Ohne Netz und doppelten Boden

4. Juni 2019
Festsaal Bahnhof Rolandseck

Masha Dimitri, Seiltanz u.a.
Klavierduo Itamar Golan und Myriam Farid

Klassische Werke zu vier Händen und zwei Klavieren verbunden mit Seiltanz
und anderen performativen Ausdrucksformen

Seiltanz und klassische Musik – eine seltene Kombination. Der Abend mit Itamar Golan, seit Kindertagen mit Rolandseck verbunden und letztens im Dezember 2017 mit Martha Argerich zu hören, Myriam Farid, die seit einigen Jahren in Rolandseck lebt, sucht das Ungewöhnliche. Denn die Dritte im Bunde, Masha Dimitri, ist Spross der berühmten Tessiner Clown- und Pantomimenfamilie von Jakob Dimitri. Wie sein Lehrer Marcel Marceau war Dimitri ein enger Freund Wasmuths. Tochter Masha Dimitri begann mit 15 Jahren ihre professionelle artistische Ausbildung an der Zirkusschule in Budapest und wählte das Schlappseil als Hauptfach. Nach zwei Jahren wechselt sie an die Scuola Teatro Dimitri in der Schweiz, wo sie auch während der Theaterausbildung mit dem Seiltanz-Training fortfuhr. Engagements führten sie an den Cirque du Soleil, den Big Apple Circus/New York, den Circus Knie. Als Schauspielerin reüssierte sie 1997 mit einem ersten Solotheaterstück „Sala di prova”. Sie hat verschiedene Regien und Choreographien mit Kompagnien in der Schweiz und in Europa.

Es war ein Ausnahmeabend, der Pantomime, Seiltanz und Musik verband, ganz im Sinne von Marcel Marceau, dem großen Clown Dimitri und Johannes Wasmuth.

Mascha Dimitri – überwältigend…

6. Abonnementkonzert – Von MOZART bis BARTOK

8. Mai 2019
Festsaal Bahnhof Rolandseck
Elena Bashkirova, Klavier

W.A. Mozart: Fantasie KV 397 / Rondo KV485 / Acht Variationen A-Dur über „Com‘ un agnello“ / Sonate B-Dur KV 498 a (Anh. 136)
Dvořák: Poetische Stimmungsbilder op. 85
Bartók: Sonate Sz. 80

Die seltenen Rezitale von Elena Bashkirova sind längst mehr als ein Geheimtipp. Durch ihre Verbundenheit mit der Region und ihrer Freundschaft zu Rolandseck kommen wir nun wieder in den Genuss ihrer Kunst. Ein Besuch der von ihr geleiteten Festivals in Jerusalem und Berlin ist mittlerweile ein Muß für Kammermusikfans geworden.
In 2018 erhielt sie den Preis des Klavierfestival Ruhr. Eleonore Büning schreibt in ihrer Laudatio: “ Elena Bashkirova, Pianistin und Impresaria, gibt im Schnitt nur etwa vierzig Konzerte im Jahr. Und die sind dann so unregelmäßig und breit gestreut, außerhalb der Saison und auf allen möglichen Längen- und Breitengraden, in London oder Valencia, Konstanz oder Toulouse, dass man sie leichter verpassen als erwischen kann. Für eine Profikarriere ist das sicher nicht gerade zielführend, in der Konzertpraxis ein Ausnahmefall. Und doch hat die Tatsache, dass sich die Bashkirova auf dem Podium so rar macht, weder etwas mit Zickigkeit noch mit Divenlaune oder gar mit Menschenscheu zu tun. Ganz im Gegenteil! Diese Künstlerin beherrscht die hohe Schule der Freundschaft wie keine zweite. Sie sprüht Geist, Leben, Schönheit, Witz und Gelächter, ist ein Ausbund an pragmatischer Normalität, ein Vorbild angewandter Nächstenliebe, selbstbewusst und bescheiden zugleich, und wo immer sie einen Raum oder Saal betritt, da geht die Sonne auf.“

Elena Bashkirova und Torsten Schreiber – strahlend…

 

 

5. Abonnementkonzert – ZWEI IN EINS

19. März 2019, Festsaal Bahnhof Rolandseck mit
Fadi Deeb, Klavier
Ishay Shaer, Klavier

BEETHOVEN und Klaviermusik israelischer und palästinensischer Komponisten
Moderation: Volker Michael, Deutschlandfunk Kultur
Daß der Nahe Osten mit seinen Musikerinnen und Musikern immer wieder im Fokus von Johannes Wasmuth lag, ist vielfach belegt. Anläßlich der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Israel und Ägypten vor fast genau 40 Jahren (26. März 1979) veranstaltete Wasmuth in Rolandseck ein großes Friedensfest. Auch deshalb konnten wir an diesem Abend zwei Klavierrezitale in einem Konzert mit einem israelischen und einem palästinenischen Pianisten erleben.
Fadi Deeb hat mit viel Recherche und persönlichem Engagement Werke von zeitgenössischen palästinensischen Komponisten zusammengestellt und wurde dafür mit einer wunderbaren Aufnahme von Gideon Boss Musikproduktion in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur geadelt.
Ishay Shaer, Teilnehmer der Telekom Beethoven Competition 2009, veröffentliche im Sommer 2018 seine hochgelobte Beethoven CD. Neben den Werken des größten Sohnes unserer Region stellt er die Komposition Alliterations des 2011 verstorbenen israelischen Komponisten Mark Kopytman vor.

Fadi Deeb, Volker Michael und Ishay Shaer feiern ein besonderes Konzert.

 

Ein „tierisch“ schöner Abend

4. Abonnementkonzert – Karneval der Tiere

Aris Argiris, Bariton, Mechthild und Anna Christina Georg, Mezzosopran, Manuel Lipstein, Violoncello, Rafael Lipstein, Ing Young und Peter Bortfeldt, Klavier und das Vokalensemble bestiale.
Zur fünften Jahreszeit: klassische Werke für und über Tiere von Beethoven, Mahler, Schumann, Rossini, Saint-Saens, Quiel, Widmann und Banchieri

Karneval und Klassik – geht das zusammen? Inspiriert vom Titel des bekannten „Karneval der Tiere“ (C. Saint-Saens) stellten die Künstler an diesem Abend nur Werke vor, die unsere Mitgeschöpfe thematisieren – es ist erstaunlich, wieviel Aufmerksamkeit die Komponisten diesem Thema gewidmet haben.
Aris Argiris zeigte mit ausdruckstarker Stimme, wie in Auerbachs Keller ein Floh die Menschheit tyrannisieren kann.
Peter Bortfeldt ließ pianistisch einen kleinen weißen Esel, Bären, Drachen Vögel und Schmetterlinge tanzen.
Die Brüder Lipstein erweckten mit Cello und Klavier den majestätischen Schwan, die schwirrenden Hummeln und einen Vogelchor zum Leben.
Einen gesanglichen Wettstreit zwischen Kuckuck und Esel und ein köstliches Katzenduett lieferten sich Mechthild und Uta Christina Georg, begleitet von Jing Young am Klavier.
Zum Abschluß dann eine Premiere: Das für diesen Karnevalsspaß gegründete Vokalensemble Animali – bestehend aus Mitgliedern des Bachchores und Gesangsstars Robert Sedlak und Andreas Petermeier – improvisierend als Hund, Katze, Kuck, Eule und Einhorn kontrapunktisch auf der Baßlinie.
Zuschauer und Künstler waren zu diesem besonderen Konzert kostümiert erschienen.
Ein Paradiesvogel, ein Bär und ein Einhorn erhielten als Preis je ein Abonnement für das 14.Rolandseckfestival, das vom 26. Juni bis zum 4. Juli
dieses Jahres von der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft im Arp Museum Bahnhof Rolandseck veranstaltet wird.

Herr Jupp, der Chef der Aufsicht, ist ein begnadeter DJ, und begeisterte Mitglieder und Freunde der JWG mit „tierischen“ Karnevalsliedern im Seminarraum das Bahnhofs. Bewirtet wurden wir – wie immer- gekonnt und gastfreundlich von unseren Mitgliedern Hans Hecek und Klaus Mertens. Was wäre die Gesellschaft ohne diese Ehrenamtlichen!!!

Mehr über die Künstler:
Aris Argiris ist an den Opernhäusern der Welt zu Hause. Engagements führten ihn an die Semperoper in Dresden, die Staatsopern von Berlin, Hamburg und Stuttgart, das Royal Opera House in London etc.
Er brilliert sowohl in den großen Bariton-Partien der Opern von Verdi und Puccini als auch in vielen anderen Rollen.
Seine Zeit an der Bonner Oper ist vielen in der Region unvergessen.
Peter Bortfeldt konzertiert als Pianist, Dirigent, Kammermusiker und Liedbegleiter, als Gast von Orchestern und Festivals in vier Kontinenten. Er war Studienleiter und Dirigent der Aachener Oper und ist Dozent an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.
Sein besonderes Engagement als Musiker und Lehrer gilt heute dem Liedrépertoire. Zusammen mit dem Tenor Josef Protschka leitet er Meisterkurse „Deutsches Lied“ in China und Deutschland. Mit seiner Frau, der Sopranistin Lisa Graf, gibt er Liederabende in aller Welt.

Rafael Lipstein: http://rafaellipstein.de/
Manuel Lipstein: http://www.manuellipstein.de/
Mechthild Georg: https://en.wikipedia.org/wiki/Mechthild_Georg
Uta Christina Georg: https://stimme-buehne-coaching.com/

Aris Argiris als „Floh“
Die Brüder Lipstein als „Zebra und Pinguin“
Das Vokalensemble Animali bei seiner Premiere
Herr Jupp – ein begnadeter DJ
Wir feiern…………………..

 

Jahresabschlußkonzert für Mitglieder

Ani Ter-Martirosyan hat zum Jahresabschluß im Kelterhaus musiziert:
Maurice Ravel (1875 – 1937) Le Tombeau de Couperin:
«Prélude» «Fugue» «Forlane» «Rigaudon» «Menuet» «Toccata»
***
Frédéric Chopin (1810 – 1849) Klaviersonate h-Moll op. 58:
«Allegro maestoso» «Molto vivace» «Largo» «Finale, Presto, ma non tanto, agitato»
Ein Ereignis!!!!!!!!!!!!!!!!

Ani Ter Martirosyan
Begeisterung im Kelterhaus
Irene Diederichs hat das Kelterhaus für dieses Konzert großzügig zur Verfügung gestellt.

Die Künstlerin wurde in Armenien geboren. Mit sechs Jahren begann sie Klavierunterricht zu nehmen, und später fand Sie noch zur Orgel. Mit der Begeisterung einer jungen Pianistin hat sie, noch in ihrer Heimat, intensiv wichtige Erfahrungen durch Konzerte und Wettbewerbe neben dem Studium gesammelt und sich so auf eine weitere professionelle Entwicklung im Ausland vorbereitet. Von 2010 -2015 studierte sie Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Prof. Pavel Gililov und Prof. Jacob Leuschner. Seit 2015 studiert Sie an der Musikhochschule in Düsseldorf bei Prof. Barbara Szczepanska. 2016 -2017 vertiefte Sie ihre musikalischen Fertigkeiten am Conservatorio di Musica „Santa Cecillia di Roma“ in Rom als Korrepetitorin. Sie erhielt dort die einzigartige Gelegenheit an historischen Instrumenten wie dem Cembalo und Hammerklavier zu spielen und historische Instrumente zu begleiten. Zurzeit korrepetiert Sie an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf.

Ihre Leidenschaft begrenzt sich nicht auf das solistische Spiel, denn sie ist auch eine aktive und vielseitige Kammermusikerin. Zurzeit wirkt sie als Pianistin im Trio Meredi aus Rom.

Während des Studiums hat sie an folgenden Wettbewerben und Festivals teilgenommen und ist ausgezeichnet worden: „Osimo“ Internationaler Wettbewerb (Italien), „Ile de France“ Internationaler Wettbewerb (Frankreich), „Bachelor Awards“ (Deutschland), Republikanischer Wettbewerb für Kammermusik „Kostanyan“ (Armenien), BIS Festival in „Engadin“ 2013 (Schweiz), „Nuova Coppa Pianisti“ Festival (Italien), „Allegro Vivo“ Festival (Österreich), “Ruhr“ Festival(Deutschland).

Ihre künstlerische Entwicklung wurde durch Meisterklassen von Ferenc Rados, Dmitry Baschkirov, Jacques Rouvier und Claudio Martinez Mehner stark beeinflusst. Sie konzertiert in Armenien und Europa („Teatro La Nuova Fenice“, „Teatro Quirino di Roma“ – Italien, „Schumann Saal“-Düsseldorf, „Theater Aachen“, „Historische Stadthalle“ – Wuppertal, „Philomuses“ Paris, Frankreich;)

Sie ist und war Stipendiatin der „Wagner Stiftung“, des „Deutschland Stipendiums“, der „Yehudi Menuhin-Stiftung“, und viele andere. Seit 2011 ist sie Mitglied der Vereinigung junger armenischer Komponisten und Interpreten und ist mit dem Interpretieren von neuen Werken tätig.

 

Salon „Bellevue“ – Nummer 6

Myriam Farid

 

Die außerordentliche Mitgliederversammlung der JWG am 27. November 2018 in der Stipendiatenwohnung in Rolandseck wurde durch die musikalischen Beiträge von Myriam Farid zu einem angenehmen Ereignis. Zu Beginn spielte Myriam ein Impromptu von Schubert. Nach Diskussion und Abstimmung erklang eine Fantasie von Brahms. Mit Brot, Wein, Wasser und munteren Gesprächen klang der 6. Salon „Bellevue“ aus.

Andreas Loesch, 1. Vorsitzender

 

1. Saisonkonzert: ein hommage an Franz Liszt

Plamena Mangova
Myriam Farid und Olivier Lénard
Myriam Farid und Thomas Krause

 

Mit einem Füllhorn von Musik Franz Liszts gedachten wir beim 1. Saisonkonzert im Arpmuseum Bahnhof Rolandseck des Tastenmagiers und Frauenschwarms, der am 22. Oktober seinen 207. Geburtstag feiern würde.
Die international gefeierte bulgarische Pianistin Plamena Mangova, die seit ihrem 2. Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel 2007 eine steile Karriere gemacht hat, präsentierte mit den drei Petrarca-Sonetten, Transkriptionen von Schubertliedern und dem Mephisto-Walzer ein Feuerwerk der Klavierliteratur. Ein Rezensent beschrieb ihre „unfehlbare Technik, verbunden mit staunenswerter Mühelosigkeit und tiefer Musikalität“.
Die in Rolandseck beheimatete Myriam Farid brachte mit dem aus dem Funk bekannten Sprecher Thomas Krause das selten aufgeführte Melodram „Der traurige Mönch“ zu Gehör.
Erstmals spielte der Cellist Oliver Léonard in Rolandseck – gefördert von dem Stipendiatenprogramm ZIRP e.V., der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz e.V., einem bundesweit einmaligen Zusammenschluss von öffentlichen und privaten Playern des Landes Rheinland-Pfalz, denen die Zukunftsentwicklung ihres Landes besonders am Herzen liegt

Fröhlicher Umtrunk mit Künstlern und Mitgliedern