Michael Barenboim, Foto: Künstler

Michael Barenboim wird Ehrenmitglied der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft

Bei einem festlichen Konzert wurde Michael Barenboim auf der Burg Gudenau die Ehrenmitgliedschaft in der Johannes Wasmuth Gesellschaft verliehen.

Ganz im Sinne von Johannes Wasmuth hat er sich über sein künstlerisches Engagement hinaus für die Völkerverständigung verdient gemacht. Als Konzertmeister hat er 10 Jahre unter dem Dirigat seines Vaters Daniel Barenboim das West-Eastern-Divan-Orchester mitgeformt. Wie sein Vater engagiert er sich für die Ideen, die Chaim Taub und Johannes Wasmuth einst beflügelt haben. Musik wirkt völkerverbindend und friedenschaffend.

Henriette Gräfin Strasoldo öffnete ihr Haus zu diesem Anlaß. In Anwesenheit des Schirmherrn der Gesellschaft, Dr. Hans Dietrich Genscher, hat Adelheid Feilcke, die Leiterin der Kulturabteilung der Deutschen Welle, die Laudation gehalten.

Michael Barenboim (Violine) und seine Frau Natalia Pegarkova (Klavier) spielten zwei Sonaten von Felix Mendelssohn. Als Zugabe schenken sie den begeisterten Musikfreunden die reizenden Liebeserklärung von Edward Elgar „Le salut d’amour“.

Danach lud die Johannes-Wasmuth-Gesellschaft zu einem Empfang mit den Künstlern.

Der Geiger Michael Barenboim gilt als einer der vielseitigsten und begabtesten Interpreten seiner Generation. In seiner jungen solistischen Karriere konzertiert er bereits mit vielen bedeutenden Orchestern und Dirigenten und ist regelmaessig in großen Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein und der Royal Albert Hall zu Gast. So war er in der Koelner Philharmonie zuletzt 2011 mit mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Pierre Boulez zu hoeren, wo er Schoenbergs Violinkonzert interpretierte. Im Mai 2012 gab er sein Debuet bei den Wiener Philharmonikern.

In der Saison 2012/13 ist  Michael Barenboim sowohl als Solist wie auch in kammermusikalischer Formation zu erleben.  So konzertiert er u.a. mit Beethovens Violinkonzert bei den Münchner Philharmonikern unter Lorin Maazel und wird das Orchester auch auf Europatournee begleiten. Er gibt sein Debuet beim Israel Philharmonic Orchestra und beim Orquestra de la Comunitat Valenciana, jeweils unter der Leitung von Zubin Mehta, und debuetiert unter der Leitung Michael Gielens beim NDR-Sinfonieorchester. Ausserdem gab er sein solistisches Debuet in den USA, wo er mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung Pierre Boulez‘ Schoenbergs Violinkonzert zur Auffuehrung brachte.

Michael Barenboim widmet sich besonders auch der Kammermusik. Er konzertierte bei bedeutenden Festivals wie dem Rheingau Musik-Festival, den Luzerner Festwochen, den Salzburger Festspiele, dem Beethovenfest Bonn, dem Jerusalem Chamber Music Festival und dem  Klavier-Festival Ruhr und arbeitet dabei mit Künstlern wie Guy Braunstein, Frans Helmerson, Nobuko Imai, Daniel Barenboim, Karl-Heinz Steffens und Nikolai Znaider zusammen. Er ist außerdem Gründer und erster Geiger des Erlenbusch Quartetts.

Michael Barenboim spielt auch viel neue Musik, so ist er u.a. mit Werken von Elliott Carter, Salvatore Sciarrino und Pierre Boulez in Erscheinung getreten. „Anthėmes“ und „Anthėmes 2“ von letzterem wurde von Michael Barenboim mehrmals auch in Anwesenheit des Komponisten aufgeführt, z.B. beim Luzern Festival oder in der Staatsoper Berlin (zu seinem 85. Geburtstag).

Michael Barenboim wurde 1985 in Paris geboren und begann im Alter von 7 Jahren mit dem Violinunterricht. Er studierte an der HMT Rostock unter Prof. Wilczok und legte sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Er besuchte regelmaessig Meisterkurse von Guy Braunstein. Darüber hinaus studierte er Philosophie an der Sorbonne in Paris.

Seit 2003 ist  er Konzertmeister des West Eastern Divan Orchestra.

Pressemitteilung Ehrenmitgliedschaft Michael Barenboim vom 30.11.2013

Pressefoto: Feierstunde in Burg Gudenau, Foto: JWG, Privat

Wasmuths Neffe Johannes Wasmuth, Torsten Schreiber, Adelheit Feilcke, Henriette Gräfin Strasoldo, Michael Barenboim, Helmut Neumann und Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher
Wasmuths Neffe Johannes Wasmuth, Torsten Schreiber, Adelheit Feilcke, Henriette Gräfin Strasoldo, Michael Barenboim, Helmut Neumann und Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, Foto: JWG, Privat

Martha Argerich erstes Ehrenmitglied der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft

Martha Argerich wird erstes Ehrenmitglied der im Juni 2013 gegründeten Johannes-Wasmuth-Gesellschaft.

Die Pianistin hatte in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Künstlerin in Residence im Bahnhof Rolandseck gelebt und ist seitdem Johannes Wasmuth, seinen Ideen und seinem geistigen Erbe auch nach seinem Tode sehr verbunden.

Im Zusammenhang mit der Gründung der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft und ihrer Ehrenmitgliedschaft sagte sie:

“Meine Zeit in Rolandseck war eine magische Zeit in meinem Leben mit Johannes und Rusalka. Und es war wundervoll, im Bahnhof Rolandseck zu sein. Durch Johannes fühlte ich mich wie auf Wolken getragen. Er machte die Dinge immer einfach für mich – es war wundervoll.

Torsten Schreiber setzt die Tradition von Johannes Wasmuth mit solch einer Liebe und Hingabe fort, und er verdient dabei all unsere Solidarität. Es ist von großer Wichtigkeit, dass er die Ideen von Johannes Wasmuth, dem Bahnhof Rolandseck und dem „Festival Pro“ lebendig hält und fortsetzt”

In der ersten Mitgliederversammlung wurde Torsten Schreiber zum künstlerischen Leiter und Impresario der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft ernannt.

Pressemitteilung vom 4.11.2013

orsten Schreiber vor dem Bild Argerichs - fotografiert von Marie Zimmermann
Torsten Schreiber vor dem Bild Argerichs (Foto: Erika Kiffl) – fotografiert von Marie Zimmermann
Argerich am Klavier - fotografiert von Adriano Heitmann
Argerich am Klavier – fotografiert von Adriano Heitmann

Im Juni 2013 wurde die Johannes-Wasmuth-Gesellschaft gegründet

Die Johannes Wasmuth Gesellschaft soll Kunst und Kultur im weitesten Sinne fördern, im Besonderen die Erinnerung an das Wirken und die Ideen von Johannes Wasmuth in Rolandseck und anderen Stätten seines Lebens pflegen.

Seine Idee, eine Begegnungsstätte von Musik, Literatur und Kunst zu schaffen und junge Musiktalente, vor allem aus dem Nahen Osten zu fördern, soll aufgegriffen und weiter entwickelt werden.

Im Kelterhaus in Muffendorf fanden sich -eingeladen von der Kunstmäzenin Irene Diederichs- als Gründungsmitglieder zusammen: Stefania Adomeit, Dr. Giovanni Ausserhofer, Sabien Badenhoop, Almut Becker-Löhr (2. Vorsitzende), Susan Brunnert (nicht auf dem Foto!), Irene Diederichs (Beirat), Horst Gundelach, Susanne Gundelach (Beirat), Jürgen Hube, Walburga Krupp (Schriftführerin), Carola und Hans-Peter Kürten, Pater Mennekes (Beirat), Dr. Helmut Neumann  (1.Vorsitzender),  Torsten Schreiber (Schatzmeister) .

Dr. Johannes Wasmuth, Neffe des Rolandsecker Impresarios, beglückwünschte die Gründungsmitglieder in einem Brief.

Viele mit Rolandseck verbundene Musiker und Künstler wie Martha Argerich, Mischa Maisky, Radu Lupu, Stephen McKenna und alle Teilnehmer des Rolandsecker Sommerfestivals haben ihre Freude über dieses Vorhaben ausgedrückt.