Salon „Bellevue“ – Nummer 6

Myriam Farid

 

Die außerordentliche Mitgliederversammlung der JWG am 27. November 2018 in der Stipendiatenwohnung in Rolandseck wurde durch die musikalischen Beiträge von Myriam Farid zu einem angenehmen Ereignis. Zu Beginn spielte Myriam ein Impromptu von Schubert. Nach Diskussion und Abstimmung erklang eine Fantasie von Brahms. Mit Brot, Wein, Wasser und munteren Gesprächen klang der 6. Salon „Bellevue“ aus.

Andreas Loesch, 1. Vorsitzender

 

1. Saisonkonzert: ein hommage an Franz Liszt

Plamena Mangova
Myriam Farid und Olivier Lénard
Myriam Farid und Thomas Krause

 

Mit einem Füllhorn von Musik Franz Liszts gedachten wir beim 1. Saisonkonzert im Arpmuseum Bahnhof Rolandseck des Tastenmagiers und Frauenschwarms, der am 22. Oktober seinen 207. Geburtstag feiern würde.
Die international gefeierte bulgarische Pianistin Plamena Mangova, die seit ihrem 2. Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel 2007 eine steile Karriere gemacht hat, präsentierte mit den drei Petrarca-Sonetten, Transkriptionen von Schubertliedern und dem Mephisto-Walzer ein Feuerwerk der Klavierliteratur. Ein Rezensent beschrieb ihre „unfehlbare Technik, verbunden mit staunenswerter Mühelosigkeit und tiefer Musikalität“.
Die in Rolandseck beheimatete Myriam Farid brachte mit dem aus dem Funk bekannten Sprecher Thomas Krause das selten aufgeführte Melodram „Der traurige Mönch“ zu Gehör.
Erstmals spielte der Cellist Oliver Léonard in Rolandseck – gefördert von dem Stipendiatenprogramm ZIRP e.V., der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz e.V., einem bundesweit einmaligen Zusammenschluss von öffentlichen und privaten Playern des Landes Rheinland-Pfalz, denen die Zukunftsentwicklung ihres Landes besonders am Herzen liegt

Fröhlicher Umtrunk mit Künstlern und Mitgliedern

Brahms am See

Brahms am See
Liederabend mit Klavier, Violine und Cello im Arp Museum

Im Rahmen des Festivals RheinVokal schwelgte die Sopranistin Sophie Klußmann im August 2018 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck mit Pianist Oliver Triendl in Brahms‘ „Mädchenliedern“ und mit jungen Streichern in Alexander Zemlinskys „Fünf Gesängen“ op. 7 in einem Arrangement für Gesang und Klaviertrio. Dazwischen erinnerten Pianist und Sängerin an ein fast vergessenes Genie der Wiener Jahrhundertwende, als sie die zart-feinen Lieder aus „Phantasus“ von Karl Weigl interpretierten. Abgerundet wurde das Programm mit Brahms‘ zweiter Cellosonate sowie seinem dritten Klaviertrio.
Bereits um 19 Uhr fand ein öffentliches Künstlerinterview, geführt von Barbara Harnischfeger, statt.

Brahms: Fünf Lieder op. 107, Scherzo aus der FAE-Sonate, Cellosonate F-Dur op. 99, Klaviertrio c-moll op. 101
Weigl: Fünf Lieder aus „Phantaus“ op. 9
Zemlinsky: Fünf Gesänge op. 7

Dieses Konzert war eine Veranstaltung von Rheinvokal in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck, der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft und der Stadt Remagen.
Mit Unterstützung von Lotto Rheinland-Pfalz
Eine Veranstaltung im Kultursommer Rheinland-Pfalz, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

 

 

 

 

5. Salon Bellevue

Anläßlich des 82. Geburtstages unseres Namenspatron Johannes Wasmuth fand am 11. August 2018  ein „Salon Bellevue“ in unserer Stipendiaten-Wohnung im Hotel Rheingold Bellevue statt.

Myriam Farid, unsere „Salonière“ mit ägyptischen Wurzeln, spielte mit dem Violinisten des Linos Trios, Konrad Elias-Trostmann -selbst auch libanesischer Herkunft- Werke von Johann Sebastian Bach und Paul Ben Haim.
Vater und Sohn der jesidischen Familie Perischan brachten eigene poetische Werke zum Vortrag, begleitet von der Langhalslaute Baglamat (Saz).
Im Anschluss haben wir Wasmuths Geburtstag bei einem orientalischen Buffet ausklingen lassen, das die Mutter der Familie für uns zubereitet hat.

Ein völkerverbindendes Fest – ganz im Sinne Johannes Wasmuths.

Myriam Farid hält die Einführung in die Kompositionen von Ben Haim, die sie dann mit Elias Trostmann zusammen spielt.
Herr Persichan singt sein Gedicht über die ferne Heimat und sein Sohn begleitet ihn auf der Langhalslaute Saz.
West-östliches Fest zum 82. Geburtstag von Johannes Wasmuth

 

 

 

6. Saisonkonzert im April 2018

Asasello Quartett mit Sabine Falter (Sopran)
Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 4 op. 37
Robert Schumann: Sechs Gesänge op. 107 in der Bearbeitung von Aribert Reimann für Sopran und Streichquartett
Johannes Brahms: Fünf Ophelia-Lieder in der Bearbeitung von Aribert Reimann für Sopran und Streichquartett
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett D-Dur KV 499 „Hoffmeister-Quartett“
Sabine Falter begeisterte bereits das Rolandsecker Publikum im vergangenen Oktober mit Liedern von Franz Liszt und ihrem glockenhellen Sopran. Die Wahlkölnerin, die zugleich auch diplomierte Liedbegleiterin ist, wurde u.a. von Mechthild Georg, Brigitte Fassbender, Wolfram Rieger und Kai Wessel ausgebildet. Das ebenso in der Domstadt beheimatete Asasello Quartett ist aus der internationalen Streichquartettszene nicht mehr wegzudenken. Es zeichnet sich besonders durch eine packende Unmittelbarkeit, den selbstverständlichen Umgang mit der Musik der Gegenwart sowie besondere Konzertformate aus.
Der vielfach ausgezeichnete Komponist Aribert Reimann wurde 1936 in Berlin geboren. Aus seinen zahlreichen Transkriptionen romantischer Lieder bilden Brahms‘ Ophelia-Lieder und und Schumanns Gesänge op. 107 das Zentrum das Programm.

 

13. Rolandseck-Festival „Im Farbenrausch“

 

 

 

Musikerfreunde Foto: V.Eskenasy

Künstlerische Leitung: Mihaela Martin
Schirmherr: Prof. Dr. Michael Naumann, Direktor der Barenboim-Said-Akademie

„Im Farbenrausch“ war das Motto des diesjährigen Festivals. Farbe spielt eine tragende Rolle in den derzeitigen Ausstellungen des Museums, „Klangfarben“ sind ein wesentlicher Bestandteil der Musik in vielerlei Hinsicht. Dies hat Mihaela Martin mit den Musikerinnen und Musikern des diesjährigen Festivals parallel zur bildendenden Kunst ausgelotet.
Die Farben des Sommers erblühten im Lerchenquartett von Haydn, die Farbe Rot in den Caprices von John Corigliano, Schwarz und Weiß bei Debussy, daneben Klangfarben und Tönungen unterschiedlichster Stilrichtungen.
Auch in diesem Jahr versammelte Frau Martin eine fantastische Schar von Musikerinnen und Musikern mit internationaler Reputation: Isabel van Keulen, Enrico Pace, Elena Bashkirova, das Schumann Quartett, natürlich das Michaelangelo String Quartet und viele andere.
In zwei Sonderkonzerten wurden einerseits Stipendiatinnen und Stipendiaten der Barenboim-Said-Akademie erstmals am Rhein vorgestellt, in einem zweiten gab das rumänische Orchester Camerata Regala sein Debüt in Rolandseck.
Musiziert wurde vor den faszinierenden großformatigen Werken von Gotthard Graubner, dem Farbmagier der deutschen Malerei. Graubner war ein Freund des Bahnhofs
Rolandseck und der Musik. Für Anne Sophie Mutter gestaltete er ein künstlerisches Booklet.
In den Räumen des Richard-Meier-Baus umgeben von einer romantischen Rheinlandschaft „mit den Bildern“ und „mit der Musik zu atmen“ zu können, war ein großartiges Kunsterlebnis für und mit allen Sinnen. Graubner, ein Freund von Johannes Wasmuth, hätte das bestimmt sehr geschätzt.
Auch das begeisterte Publikum verabschiedete die Künstler mit Standing Ovations.

Mitwirkende:
Michelangelo String Quartet – Mihaela Martin, Daniel Austrich, Nobuko Imai, Frans Helmerson
Klavier – Elena Bashkirova, Enrico Pace, Igor Roma, Myriam Farid, Plamena Mangova
Violine – Mihaela Martin, Daniel Austrich, Isabel van Keulen, Stephen Waarts, Nicolas Dautricourt, Tatjana Samouil
Viola – Nobuko Imai, Razvan Popovici,
Violoncello – Frans Helmerson, Jing Zhao, Kyril Zlotnikov, Gabriel Schwabe
Kontrabass – Rüdiger Ludwig
Klarinette – Michel Lethiec, Shirley Brill
Fagott – Eduardo Calzada
Horn – Ben Goldscheider
Als Gäste: Schumann Quartett und Streichorchester Camerata Regala aus Bukarest                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Impressionen vom Festival:                                                                                                                                                                                                                            

7. Saisonkonzert am 2. Juni 2018 im Arp Museum inmitten der Ausstellung „Im Farbenrausch“

Musikalisches Farbenspiel eines leidenschaftlichen Baritons
Das Publikum feiert Aris Argiris beim Konzert der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft im Arp Museum Bahnhof Rolandseck
von Klaus J. Loderer

Aris Argiris benötigt kein Bühnenbild, um Oper zu machen. Wenn Aris Argiris zu singen beginnt, wird jeder Raum zur großen Oper. Mit gewaltiger Stimme füllt der Bariton den Saal. Lautmalerisch spielt er mit der Stimme, kostet die Nuancen der Musik aus. Das leidenschaftliche Spiel von Aris Argiris zieht die Zuschauer in Bann. Spätestens mit Jagos Arie „Credo in un dio crudel“ hängt das gesamte Publikum an seinen Lippen. Bravo, Beifallsstürme, das Publikum in Extase.

Diese begeisterte Rezenzion finden sie unter: https://opernloderer.blogspot.com/2018/06/konzert-aris-argiris-im-arp-museum_9.html

Aris Argiris – als Rigoletto, flehend…
Aris Argiris und Peter Bortfeldt-ein wunderbares Duo