Meisterkurs von Chaim Taub

10-Rolandseck-Festival-6-7-2015-110-Rolandseck-Festival-6-7-2015-210-Rolandseck-Festival-6-7-2015-610-Rolandseck-Festival-6-7-2015-510-Rolandseck-Festival-6-7-2015-8Im Abschlußkonzert spielten die fünf jungen Musiker Werke von Chausson, Beethoven und Brahms – Große Begeisterung und sommerliche Nachfeier im Garten des alten Hotels Rheingold Bellevue.

Es spielten Myriam Farid (Klavier) und Christian Brunnert (Geige) von Ernest Chausson das Poème op.25 und von Ludwig van Beethoven die Violinsonate c-Moll op. 30, 2.

Das Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 114 von Johannes Brahms wurde präsentiert von Jure Robek (Klarinette), William Hewer (Violoncello) und Chao Xiong (Klavier).

Die ersten drei Konzerte vom Rolandseck-Festival

Die ersten drei Konzerte des 10. Rolandseckfestivals begeisterten die Musikfreunde wegen ihrer musikalischen Vielfalt und der Musizierfreude der Künstler. Neben Mozart, Beethoven und Brahms wurden auch Kompositionen von Hugo Wolf, Carl Reinecke, Ernest Bloch, Joaquin Turinas und Oedon Partos gespielt.

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Der kleine Sohn von Guy Braunstein gratuliert Lavinia Dames.
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Christian Birko-Flemming rezitiert Gedichte von Bernhard Schultze

Die blutjunge Sopranistin Lavinia Dames, eingesprungen für Alma Sade-Moshonov, überraschte das Publikum mit Arien vom Puccini, Donizetti und Gounod, die sie besonders ausdruckvoll und nuancenreich sang und darstellte.
Christian Birko-Fleming rezitierte Gedichte von Bernhard Schultze vor dessen Bildern.

Diese Gedichte bildeten Brücken zu den nachfolgenden Kompositionen. Im besonderen Maße führten sie zu der kammermusikalischen Uraufführung von „Violins of hope“, die Ohad Ben-Ari in Orchesterform für die Berliner Philharmoniker komponiert hat. Diese Komposition erzählt die Geschichte von Violinen, die Auschwitz überstanden haben.
Standing ovations!

10-Rolandseck-Festival-5-7-2015-Standing-Ovations
Standing ovations!

Auftaktkonzert vom 10. Rolandseck-Festival

Mit einem Auftaktkonzert für die Förderinnen und Förderer begann am 1. Juli das 10. Rolandseck-Festival.

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Es wurde vom Kultur-Staatssekretär Walter Schumacher, dem Direktor des Arpmuseums Bahnhof Rolandseck Dr. Oliver Kornhoff und dem Vorsitzenden der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft Dr. Helmut Neumann eröffnet. In ihren Reden betonten die Herren die geschichtlichen Hintergründe der Völkerverständigung und – freundschaft durch Kunst und Musik.

Besonders herzlich wurde der 90 jährige Chaim Taub gegrüßt, der gemeinsam mit Johannes Wasmuth kurz nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland vor 50 Jahren, das Israel Philharmonic Orchestra nach Bonn geholt hatte. Taub war damals dessen Konzertmeister. Seine Schüler Guy Braunstein und Ohad Ben-Ari, die er einst in Meisterkursen in Rolandseck unterrichtete, sind heute Leiter des Festivals.
Das neugegründete Arp-Quartett und die Flötistin Gili Schwarzmann spielten Werke von Haydn und Dvorak und unterhielten sich nach dem Konzert angeregt mit allen Musikfreunden.

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Nach dem Auftaktkonzert: Fröhliche Musiker unter der Arp-Skulptur mit dem Kulturstaatsekretär Walter Schumacher, Dr. Oliver Kornhoff ,Direktor des Arpmuseums, den Vorständen des Fördervereins und der Johanes Wasmuth Gesellschaft und dem Künstlerischen Leiter Torsten Schreiber.

Mitgliederkonzert im Kelterhaus in Muffendorf

JWG-Konzert-14-6-2015-1Mitgliederkonzert im Kelterhaus in Muffendorf

Alexandra Untiedt (Sopran) und Rebecca Cápová (Klavier) präsentierten in einer Matinée, organisiert von der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft, im Kelterhaus in Muffendorf, Lieder von Felix Mendelssohn- Bartholdy, Johannes Brahms und Richard Wagner. „Im Rausch der Lieder“ benannten sie ihr Konzert. Vielfältige Facetten der Liebe von Anbeginn bis zum Ende „Auf dem Kirchhofe“ und das Sehnen nach Liebeserfüllung in den Wesendoncklieder von Richard Wagner wurden kongenial von dem Duo gedeutet und musikalisch umgesetzt. Alexandra Untiedt könnte mit ihrer „Wagnerstimme“ große Säle füllen, wußte sich aber nuancenreich auf Lied und Raum einzustellen. Rebecca Cápová begleitete höchst sensibel und brillierte dann solistisch mit sechs Liedern ohne Worte von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

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Im Weinberg: Die Künstlerinnen, umrahmt von der Hausherrin Irene Diederichs, Torsten Schreiber, dem künstlerischen Leiter, und zwei Vorstandsmitgliedern: Delis von Mauchenheim und Jürgen Hube

Mozart neu erfahren

mauser1Mozart neu erfahren
Der Wasmuth-Gesellschaft ist es geglückt, den renommierten Mozart-Spezialisten Prof. Siegfried Mauser, Präsident des Mozarteums in Salzburg, für ein Konzert in der Lobby des Arp-Museums zu gewinnen.

Erst im November vergangenen Jahres erschienen seine Einspielungen sämtlicher 18 Klaviersonaten von Mozart.

Siegfried Mauser, der nicht nur Klavier sondern auch Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte studiert hat, überraschte die Zuhörer mit spannenden Einführungen zu jedem Werk. Sein Ansatz gilt der „Entromantisierung“ der Interpretation Mozarts Werke. So erklärte er bereits zu Beginn, dass Mozart vom Musiktheater, der Oper ausgehend, zu verstehen sei. Daraus entspränge das Menschliche, welches tief berührend den Zuhörer erreicht, und die überbordende Fülle der musikalischen Motive und Einfälle. Dieses ließ sich dann auch hervorragend an der Sonate Nr3 in B-Dur KV 281, die Mauser zu Gehör brachte, nachvollziehen.

Welche Bedeutung Mozart für die Entwicklung der Moderne der Musik einnimmt, wurde deutlich an zwei Solitären seiner späten Kompositionen: Dem Rondo a-moll KV 511 und dem Adagio h-moll 540. Kaum glaubte man stellenweise, diese – zum Teil hoch romantischen Klänge – changierend zwischen Dur und Moll und starken Tonartwechseln, wären Mozart zu zuordnen, erinnerten sie doch eher an Schubert oder sogar Chopin.

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Mausers Spiel ist getragen von hoher Expressivität, überraschender Agogik als Stilmittel zur Abgrenzung einzelner Motive in diesen die Terrassendynamik stark herausgearbeitet wird, sowie einer klaren Abgrenzung von rechter und linker Hand. Dieses macht seine Interpretation ungemein präsent und tiefenscharf.

Zum Schluss erklang Mozart’s Sonate Nr. 8 in a-moll KV 310, die er komponierte, nachdem seine Mutter, die ihn mit nach Paris begleitet hatte, dort überraschend verstarb. Die Interpretation Siegfried Mausers verdeutlichte intensiv alle Gefühle des jungen Mozarts, die Mozart nicht in Worte, aber anrührend sowie beklemmend in seine Musik fasste. Ein Konzert, welches dem Zuhörer neue Dimensionen eröffnete, die Musik Mozarts neu zu erfahren.

Autorin: Irena Wachendorf